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Faszination Finnland

Und ab jetzt ist alles neu! Wir fuhren nicht wie in den vergangen Jahren weiter auf schwedischer Seite nach Jokkmokk, dieses Mal führte uns der Weg weiter nach Norden zur finnischen Grenze Harparanda (SWE) / Tornio (SF). Gegen 12.00 Uhr waren wir dort. Und – plötzlich war es schon 13.00 Uhr. Finnland ist von der Uhrzeit her eine Stunde weiter als Schweden. Das vergaßen wir allerdings beim Einstellen der Parkscheibe, als wir in Tornio anhielten, um ein paar Fotos zu machen. Da wir aber keine 2 Stunden bleiben wollten, war das nicht wichtig. Wir tankten noch in Tornio – mal wieder zu Euro-Preisen. Und trotzdem ohne Verständigung in der Landessprache. Irgendwie komisch ;)

 

Dann ging es weiter. Wir entschieden uns für die „Landstraße" 926 statt für die Autobahn nach Rovaniemi. Wir haben ja Zeit und wollten etwas sehen von Finnland. Die Landschaft erinnerte anfangs ein wenig an zu Hause – Wiesen, Kornfelder – allerdings war es hier farbenfroher dank vieler wilder Blumen am Straßenrand und auf den Feldern. Irgendwann wurde es aber bewaldeter, hügeliger und es gab hier und da einen Fluss oder See. In Tervola sollte es eine hübsche Kirche geben, sagte der Reiseführer. Wir durchfuhren den Ort – aber eine Kirche fanden wir nicht. Egal.

 

In Rovaniemi angekommen, besuchten wir das Arktikum. Ein Museum für das Leben der Samen, die Region und die Polarwelten. Interessant. Am Ende wurden wir einmal mehr „Opfer" der Zeitverschiebung – ich hatte nicht auf dem Plan, dass es in Finnland schon 17.00 Uhr war und das Café eigentlich gerade schließen wollte. Aber freundlich wie die Finnen sind, bekamen wir unsere Getränke. Nachdem es mir aufgefallen war, bedankte und entschuldigte ich mich natürlich noch einmal ...

 

In Rovaniemi bzw. bei Lapplands Hauptstadt verläuft der Polarkreis und angeblich wohnt dort auch der Weihnachtsmann. Um den alten Herrn machen sie hier richtig viel Brimborium. Am Polarkreis kann man ihn besuchen, er hat sein eigenes Postamt, an dem man Karten abschicken kann, die dann erst zu Weihnachten verschickt werden. Dazu unzählige Souvenirs und der Santa Park. Etwas zu viel des Guten, liebe Finnen ... und im Sommer die Weihnachtslieder sind irgendwie auch nicht meins. Aber - das soll ja jeder selbst entscheiden, ob es schön ist oder nicht ;)

 

Nach diesem kurzen Stop an einem der wohl touristischsten Orte, die ich bisher besucht habe, ging es für uns weiter. Wir machten uns über die Straße Nr. 82 nach Kemijärvi. Dort sollte unser Nachtlager sein. Wir genossen die Sonne, grillten Würstchen und dann spazierten wir durch den Ort. Ein 9500-Seelen-Ort, wo abends trotz durchgängiger Helligkeit im Sommer die Bürgersteige hochgeklappt werden. Außerdem war es nicht so einfach, eine Bank zu finden. Wir waren am Ende aber erfolgreich und bekamen noch ein paar Euros. Anschließend fielen wir müde ins Bett ...

Dank der finnischen Zeit heute mal etwas später. Wie schön, dass es im Urlaub egal ist, wann man loskommt. Heute erschien es uns nach einer kalten Nacht auch morgens kälter als die anderen Tage und es gab auch mehr Wolken morgens. So entschieden wir uns doch mal für die etwas wärmere Kleidung. Es dauerte aber nicht lange, da musste zumindest Sven von langer auf kurze Hose wechseln. Bevor wir starteten, kauften wir noch ein wenig bei Lidl ein ... wie zu Hause. Unglaublich.

 

Nun folgten wir dem Tip der Campingplatzinhaberin und fuhren entlang der Straße 962 Richtung Pyhä. Immer entlang des NationalparksPyhätunturin. Als Nicht-Wanderer aber nicht sooo spannend. Viele Bäume, Berge und Rentiere, die immer mal auf der Straße spazierten.

Auf der E4 zurück, weiter Richtung Sodankylä und Ivalo / Inari. An einer Rentierfarm mit angeschlossenem Café und Souvenierladen war eine kurze Pause angesagt. Hier gab es sogar Marianne-Eis. Die Landschaft wurde schlagartig spannender, als wir den Inarisee erreichten. Wow!

 

Wir fanden einen Parkplatz, der zum Pausieren und Kaffeekochen einlud. Und natürlich zu unzähligen Fotos und Füßebaden. Sehr schön. Bis Inari wollten wir aber noch – und zwischen Ivalo und Inari, wo wir uns inzwischen befanden, sollte es eine Touristenattraktion geben. Das Bärennest. Ein ausgehöhlter Findling, in dem der Sage nach ein Mensch und ein Bär gemeinsam Schutz vor einem Gewitter gesucht haben. Wenn dort nicht so unglaublich viel Kitsch und TamTam drumherum gewesen wäre, wäre es noch schöner gewesen. Aber wenn man daran vorbei war, war es herrlich. Durch einen finnischen Wald gut 280 Stufen aufwärts zu dem Findling, in den man sogar heute noch hineinkriechen kann. Lohnt sich auf jeden Fall zu sehen.

 

Dann war es nur noch ein Katzensprung bis Inari. Wir sahen uns kurz um und entschlossen uns, einen der Campingplätze am See zu unserem Nachtdomizil zu machen. Dort war es einfach nur schön ... wir saßen lange in der Sonne. Die Seele baumeln lassen ... Und zum Abendessen gab es ein „Lapin Kulta" – das finnische Bier, das wir von der Kieler Woche her kannten ...

Der Abend war herrlich, Sonne pur und angenehme Temperaturen. Lange genossen wir es, draußen zu sitzen und hier und da ein paar Fotos von der immer tiefer stehenden Sonne über dem Inarisee zu machen. Das war mal wieder so ein Abend, an dem man nur schwer schlafen gehen kann.

 

Lasst Euch von den Bildern der Galerie zu unserem 6. Urlaubstag für Nordfinnland begeistern ...

Die ersten Tage in Norwegen könnt Ihr hier nachlesen ...

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