n o r d l y s e t - f o t o g r a f i e
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Endlich geht es los ...

Für uns begann dieser Urlaub am 19.07.2013 um 12.40 Uhr in Handewitt. Sven musste noch vormittags arbeiten – ich hatte den ganzen Tag frei. Trotzdem stand ich früh mit auf – wenn man ausschlafen kann, ist man ja automatisch früh wach. Aber das machte nichts. Ich hatte noch ein paar Dinge vor, die ich erledigen wollte. Die letzten Dinge einpacken, das Bettzeug frisch beziehen und Muffins für das heutige Geburtstagskind der SG backen. Etwas Wegzehrung für uns gab es auch – leckere Wraps gab es zum Mittagessen.

 

Ich holte Sven in Handewitt ab – schnell noch Licht für das Fahrrad gekauft und dann ging es endgültig los. Ab jetzt nur noch nordwärts!

 

Wir kamen bis kurz vor Nyborg gut durch, auch wenn uns nicht verborgen blieb, dass irgendwie mehr los war auf Dänemarks Autobahnen. Aber Stau hatten wir selten – heute steckten wir plötzlich mittendrin. Der Grund war ein Unfall, wie wir nach einiger Zeit feststellten.

An der Storebæltbrücke gab es die fast schon traditionelle Pause. Die Wraps wurden verspeist, kurz der Sanitärbereich aufgesucht und dann ging es weiter.

 

Nun rollte es, auch am Freitagnachmittag kamen wir gut um Kopenhagen herum. So war ja der Weg zum Ziel beinah nur noch ein Katzensprung. Um 17.45 Uhr waren wir am Campingplatz. Dach aufklappen, Strom anschließen, umziehen und Fahrräder vom Gepäckträger. Auf zum Strand ... unser erstes Urlaubsziel war das großartige Beachhandballturnier im südschwedischen Åhus. So ganz ohne Handball geht es halt doch nicht ;) Wir hatten die Chance, die beiden letzten Spiele unserer Mannschaften heute noch zu sehen, den Jungs „hallo" zu sagen und Steffen die Wikinger-Grüße, Geburtstagsmuffins und Foto-CD zu überreichen.

 

Außerdem trafen wir die Hannoveraner-SG -Fanfraktion Silke und Michelle. Die SG trat beim diesjährigen Beachhandballturnier erneut mit 2 Mannschaften an. Die erste waren Holger, Maik, Jacob, Mattias, Olí, die Neuzugänge Hampus und Jim sowie Youngster Lukas. Eigentlich auch Tobbe, aber der übernahm den Trainerjob aufgrund einer leichten Blessur. Die zweite Mannschaft stellten die SG-Dänen, Draško, Youngster Michi, Lasse und Steffen – letztere sahen wir wegen kleiner Verletzungen ebenfalls nur als Trainer.

 

Ja – und dann war auch wieder unsere Lieblings-Beachhandball-Mannschaft Rimbo HK dabei. Schon im vergangenen Jahr waren die uns unangenehm aufgefallen. Und auch heute sollte es ein Spiel werden, das man bei solchen Turnieren nicht braucht. Schade, wenn Schiedsrichter dann nicht neutral sind. Thomas musste für eine Kleinigkeit mit Rot vom Platz, der Gegner bekam lediglich eine Zeitstrafe. Provokationen gab es über die gesamte Spielzeit ... nicht schön. So spielten sie aber nur gegen die SG ... das war recht auffällig. Nun ja. Draško zeigte auch am Strand dass sein Wurf beim gegnerischen Torhüter keine Freude auslöst ;)

 

Dann neigte sich der Tag dem Ende, wir radelten nach ein paar netten Plaudereien am Bus wieder zum Campingplatz. Dort gab es noch die restlichen Wraps, Eier, Tomaten, Würstchen und ein paar Erdbeeren. Mal ein etwas anderes Abendessen unter freiem Himmel, Campingverpflegung ;) Aber wir wurden satt :)

 

Dann bauten wir das Bett in der zweiten Etage des Autos ... die erste Nacht in dem neuen zu Hause auf 4 Rädern ... gemüüüütlich ... !

 

Die folgende Galerie zeigt ein paar Szenen Beachhandball :)

Tag 2 - komplett im Zeichen des Beachhandballs und der SG. Wir wachten morgens gegen 7.00 Uhr auf die erste Nacht im neuen Auto war doch ganz entspannt. Wie sind wir eigentlich 10 Jahre ohne Aufstelldach klar gekommen?!? Im Auto aufrecht stehen zu können ist schon etwas Feines!

Es war schon T-Shirt-Wetter. Irre – aber genau das richtige für den Strand. Dachten wir zumindest. Duschen, Kaffee kochen – und noch immer keine passenden Kaffeekanne für den Kaffeefilter. Das wird sich gewiss während dieses Urlaubs noch ändern. Brötchen holen an der Rezeption, lecker frühstücken.

 

Unsere Kühlbox war oben gar nicht so kalt ... aber das Wasser, das unten lag, war ein Eisblock ;) So hatte ich zumindest etwas zum Kühlen und immer kalten Wasser für den Strand ...

 

Um 9.50 Uhr machten wir uns mit den Rädern erstmal auf den Weg ins Zentrum – etwas Bargeld und Batterien für die Fahrradbeleuchtung kaufen. Danach radelten wir zum Strand – um 11.00 Uhr sollten unsere Jungs das erste Mal spielen. Wir kamen zeitgleich mit den Jungs an und Thomas fragte breit grinsend, ob wir von Flensburg mit dem Rad da waren ;) Klar doch ... wir weihten ihn kurz in unsere Urlaubspläne ein und dann wanderten Mannschaft und Fans zum Centercourt. Das Wetter war prima, die Stimmung gut – bis auf bei einem Spiel. Unsere 1. Mannschaft musste noch gegen Rimbo spielen. Was für eine alberne Truppe. Holger ging stinksauer mit blutiger Lippe vom Platz. Einer der Tollbring-Brüder – wieder der Bruder mit der Nr. 18 – bekam nun mal die Rote Karte. Unfassbar. Wir alle fragten uns, was diese Mannschaft gegen die SG hat. Wieder Rudelbildung – und auch die Dänenfraktion der SG verteidigte die Kollegen. Schon in dem Moment war mir klar, dass dieses nicht das letzte Spiel SG vs Rimbo war. Eigentlich müssen die ins Finale ... bisher waren sie zweiter hinter unserer 1. und vor unserer 2. Mannschaft. So blieb es auch am Ende. Zwischen den Gruppenspielen und den Viertelfinalspielen gab es eine Stunde Pause. Diese nutzen wir, um im Verpflegungszelt mal etwas zu Essen und ein wenig aus der Sonne zu kommen. Schatten gibt es ja am Strand nicht – und meine Schultern fühlten sich schon sehr rot an. Man bestätigte mir, dass es auch so war.

 

Pünktlich zum nächsten Spiel um 16.00 Uhr waren wir wieder am Centercourt und versuchten, einen Platz im Schatten zu finden. Unsere 1. Mannschaft qualifizierte sich souverän für das Halbfinale, und auch der 2. Mannschaft gelang dieses. Das hieß aber, dass die Dänen & Co. noch einmal gegen unseren Lieblingsgegner ran mussten ... Unsere 1. hatte sich bereits für das Finale qualifiziert, als dieses Spiel angepfiffen wurde. Das, was in diesem Spiel passierte, hatten unsere Jungs eigentlich wirklich nicht nötig. Eine Frechheit! Vorführen lassen von Schiedsrichtern und Gegenspielern – das geht gar nicht. Rimbo ist gut auf Sand – und hätten sie sportlich fair gewonnen, wäre alles gut gewesen. Es ging nicht wirklich um einen wichtigen Sieg. Aber – so deutlich muss nicht gegen sie gepfiffen werden und sich vom Publikum dann auch noch Häme einfangen. Unmöglich. Hochachtung, dass sie zu Ende gespielt haben.

 

Freunde aus Rimbo ... ich hoffe, wir treffen nie in der Halle aufeinander – dann könnt Ihr Euch sehr warm anziehen! Konnten sie auch so ... denn im Finale gewannen Holger, Lukas, Jacob, Maik, Hampus, Jim , Olí und Mattias mit ihrem Trainer Tobbe gegen den Lokalmatadoren. Lukas wurde dabei zum Matchwinner – er lieferte ein tolles Spiel. Auf der VIP-Tribüne jubelte die 2. Mannschaft den Kollegen zu – schöne Szenen spielten sich da ab. Es machte Spaß und es war so schön, alle SG-Spieler wieder gut gelaunt zu sehen. Ein schöner Abschluss der Zeit am Strand. Die Jungs gingen baden – wir zu unseren Rädern. Verabschieden von Michelle und Silke, ein paar Worte noch mit Carolin, Jana, Kay, Sven und Nils am Bus und dann radelten wir gegen 20.00 Uhr zum Campingplatz zurück. Dort gab es erstmal eine dicke Schicht „After Sun" auf Schultern, Nacken, Arme, Beine und Gesicht.

 

Danach war ich fest entschlossen, noch eine Runde schwimmen zu gehen. Sven genoss es, im Schatten zu sitzen und zu lesen. Ich lief zum Strand – stellte aber fest, dass die Kälte des Wassers schon an den Füßen schmerzhaft war. OK ... nur Füße baden. Zurück beim Auto spülte ich mir den Sand vom Körper ... auch wenn die Dusche kalt war. Warmes Wasser war mit an diesem Abend wohl nicht gegönnt. Egal – Sand war weg und ich fühlte mich frisch. Nun konnte gegrillt werden. Dann merkte man doch irgendwann, dass der Tag ein wenig anstrengend war – die Augen wurden schwer ... aber 23.00 Uhr war ja auch irgendwie spät genug.

 

Szenen dieses Spieltags in der folgenden Galerie ...

Sonntagmorgen, die Sonne lacht erneut und wieder ist es warm. Aber heute werden wir die Sonne nicht so nutzen können – schließlich geht es nun mit großen Schritten gen Norden. Als wir starteten, zeigte unser Navi „noch 2233 km bis Kirkenes. Wow ... eigentlich nur ein Katzensprung. Ohne Pause wären wir morgen früh um 11. 00 Uhr da ...

 

OK ... wollen wir nicht. Etwas verwirrt waren wir, als das Navi meinte, uns erstmal Richtung Malmö schicken zu wollen. Da wir kein Kartenmaterial für Schweden dabei hatten (Schweden ist auf dieser Route nur Transit ... deshalb reicht das Navi dachten wir), vertrauten wir ihm mal. Irgendwann durften wir dann auf die Route nach Helsingborg abbiegen, von wo wir auf die Straße 117 geführt wurden und der Richtung Markarud folgten. Sehr hübsche Strecke – viele Bäume, kleine Ortschaften, hier und da etwas Wasser – und dazu schönstes Sommerwetter mit blauem Himmel. Und siehe da – plötzlich waren wir an der E4 Richtung Stockholm. Nun hätten wir das Navi auch ausmachen können, aber es ist ja so schön zu sehen, wie die Kilometer verschwinden, die man noch fahren mus, um das erste Etappenziel zu erreichen.

 

Um 12.40 Uhr machten wir mal den notwendigen Tankstopp zwischen Jönköping und Stockholm, und beförderten einen blinden Passagier aus dem Auto, der sich vor Abfahrt eingeschlichen hatte. Eine Motte. Die war nun weit genug von zu Hause weg, fand ich. Tanken mit Karte erlaubte der Automat nur für 490 SEK – das war irgendwie blöd. So war jetzt schon klar, dass wir demnächst nochmal halten mussten – der Tank war nur halb voll.

 

Den Göta-Kanal, ein touristisches Highlight in Schweden, überquerten wir um 13.30 Uhr – wir nähern uns langsam Schwedens Hauptstadt. Sven hatte geplant, dass wir sie gegen 15.00 Uhr passieren, dank einer Mittagspause mit Müsli und geeister Milch (... die Kühlbox friert einfach alles) klappte das nicht ganz. Es wurde 15.30 Uhr. Mir wurden nun von Nadelgehölzen gesäumte Autobahn langsam langweilig. Müde war ich sowieso schon ... ich nahm hier und dort eine kleine Auszeit. Daran sollte dann aber ein Cappucino etwas ändern, den wir an einer Tankstelle bei Uppsala kauften. Das war der zweite Tankstopp des Tages ... Juchu, nun ist der Tank vorerst wieder voll. Die Uhr zeigte 16.30 Uhr.

 

Sven hatte sich inzwischen in den Kopf gesetzt, heute noch Sundsvall zuerreichen. Na gut ... viel Lust auf Autobahn hatte ich nicht mehr, aber wir wollen ja voran kommen. Lappland ruft! 5 km vor Sundsvall nach knapp 1000 km fanden wir dann einen schönen Campingplatz und erkoren diesen zu unserem Nachtlager. Fläsians Camping – schön am Wasser gelegen. Nachdem wir uns eingerichtet hatten gab es ein Nudelfertiggericht, Tomaten und Käsecräcker zum Abendessen – unsere Reste von zu Hause neigen sich nun auch dem Ende. Morgen ist erstmal einkaufen angesagt. Nach dem Essen machten wir noch einen schönen Spaziergang in der Abendsonne – rund um den Campingplatz am Wasser. Der Mond ging langsam auf, eine Schwanenfamilie machten noch einen abendlichen Ausflug – sehr schön. Danach noch ein wenig Schreiberei, damit dieses Werk am Ende auch fertig wird ...

 

In der Galerie ein paar Impressionen unseres Abendspaziergangs ...

Der 4. Urlaubstag – nach einer etwas unruhigen Nacht - begann wie die bisherigen – mit einem gemütlichen Frühstück in der Sonne – heute mit Fjordblick. Unruhig, weil der Campingplatz direkt an der E4 gelegen ist und offensichtlich die ganze Nacht reger Verkehr auf dieser Straße herschte. Dann musste ich heute auf mein „Styling" verzichten – eine Steckdose gab es im Sanitärbereich auf dem Campingplatz nicht. Nun gut, es gibt durchaus Schlimmeres – Haare gut trocken rubbeln und lufttrocknen – später zusammenknoten ;) Bevor wir uns auf den Weg machten, mussten wir erstmal einkaufen – unser heutiges Frühstück bestand mehr aus Resten als aus allem anderen. Aber es ist ja Montag. Im Einkaufszentrum wurde unser Frühstück dann durch Kanelbullar vervollständigt. Und – es gab die neue Kaffeekanne! Nun hat das genaue Anpassen, damit nichts daneben geht, ein Ende ...

 

Dann machten wir uns auf den Weg. Harparanda – unser Grenzpunkt in Schweden – war bereits ausgeschildert. Unser Etappenziel war jedoch vorerst Luleå.

 

Die Landschaft wurde nun auch langsam spannender. Wir näherten uns Höga Kusten – und der entsprechenden Brücke.Höga Kusten bron – dieses Mal ließen wir uns hier viel Zeit. Viele Bilder, viel Sonne und – WLAN!!! Frei und für jeden verfügbar. Toll ... endlich mal wieder online!

Die neue Kaffeekanne wurde dann etwas nördlicher an einem Rastplatz der E4 eingeweiht. Dazu gab es – Polarbrød. Mjam! Das Wetter wusste heute nicht so recht was es wollte – zwischenzeitlich gab es viele Wolken. Dann wieder Sonne – aber die Temperaturen weisen ganz deutlich darauf hin, dass wir uns Richtung Norden bewegen. Trotzdem – bisher nur Sonnenschein und Sommerwetter – was wollen wir mehr!

 

Dann kamen wir durch Umeå. Endlich gilt jetzt meine Karte ... wir sind also in Nordskandinavien angekommen :) Heute ging es merklich langsamer voran als gestern – aber auch wesentlich entspannter. An den meisten Stellen war nur 90 k,/h erlaubt ... das macht sich auch im Spritverbrauch bemerkbar.

 

In Luleå angekommen, war der Campingplatz restlos ausgebucht. Wir durften aber auf dem Parkplatz nächtigen – war eigetlich auch gar nicht so schlecht. Nach dem Abendessen inspizierten wir Campingplatz und Umgebung. Ein schicker Sandstrand mit Steilküste – dieser Campingplatz war riesig. Und beinah komplett voll von Norwegern. Unglaublich – eine norwegische Kolonie ;) Ob wir noch einheimische in ihrem Land treffen?? Uns fiel allerdings auf, dass wir bisher nicht übermäßig viele Landsleute getroffen hatten - soweit scheinen dann doch nicht solche Massen zu rollen. Unseren Abendspaziergang komplettierte der Weg zum gegenüber des Campingplatz gelegenen Eisenbahnmuseums.

 

Dadurch, dass wir auf dem Parkplatz campierten, waren die Wege zum Servicegebäude SEHR lang ... aber Bewegung ist ja gesund. Trotzdem ist es in so einem Fall schön, wenn man nicht raus muss über Nacht – auch wenn wir uns mittlerweile in einer Gegend bewegen, in der es nachts nicht mehr dunkel wird in dieser Jahreszeit. Juchu ... wir sind im Norden!

 

Die Galerie führt Euch entlang unserer heutigen Strecke und rund um den Campingplatz, der unser Nachtlager war ...

Weiter geht es dann demnächst auf der nächsten Seite, die dann endlich nach Lappland führt ...

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