n o r d l y s e t - f o t o g r a f i e
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Slettnes fyr, Hamnøysund und viel Wind ...

Auch der neue Morgen startete stromlos in Mehamn und damit mit ausschließlich kaltem Wasser und ohne Fön. Brr … ein wenig ungemütlich, aber es gibt Schlimmeres. Kaffee bekamen wir ja dank Gaskocher trotzdem und abwaschen geht auch mit kaltem Wasser, wie wir gestern schon festgestellt haben. Glücklicherweise hatten wir noch genug Diesel im Tank – die Tankstellen funktionieren bei Stromausfall nämlich auch nicht – und dort gibt es unterwegs erstmal nichts mehr. Die nächste Tankstelle ich gut 100 km entfernt.

 

Unser erster Weg führte uns heute durch einmal mehr fantastische Landschaft ins 20 km entfernte, schön gelegene Gamvik. 20 km die sich lohnen – und denen noch 4 weitere bis zu Slettenes Fyr – dem nördlichsten Festlandsleuchtturm mit 71 ° 05‘ 33‘‘ Nord. Umgeben von einem traumhaften Naturreservat und direkt am Eismeer– einfach nur fantastisch. Dort gab es ein paar Moltebeeren, nasse Füße und einen aufgebrachten Piepmatz, dem ich wohl etwas nah an sein Nest kam, als ich ein paar Fotos machte und die Gegend genoss. OK … ich gehe ja schon wieder ;)

 

Wer braucht eigentlich das Nordkapp, wenn man dort einfach so hinfahren und genießen kann?? Wir waren 2004 am Nordkapp – einmal muss man dort vielleicht hin – aber danach nicht mehr. Es gibt weitaus reizvollere Ecken in Nord-Norwegen …

 

Wir verabschiedeten uns von diesem schönen Fleckchen Erde und traten den Rückweg an. In Ifjord tankten wir dann mal sicherheitshalber – wer weiß, wo es dann wieder Diesel gibt. Svens Visa-Karte mochte der Automat dieser unbemannten Tankstelle nicht – da ist es doch gut, eine Mastercard als Ausweichmöglichkeit zu haben. Aber das kannten wir schon – nicht jeder Automat mag jede Karte hier oben.

 

Auf der RV 98 machten wir uns auf den Weg nach Lakselv – unsere Route führt uns weiter nach Westen … und das noch immer bei Traumwetter. Ich bin so begeistert! Aber diese Straße ist auch hier eine Buckelpiste – zumindest zu Beginn. Aber langsam gewöhne ich mich daran, diese Art von Straßen mit diesem Auto zu fahren – da liegt doch ein großer Unterschied zwischen T4 und T5.

 

Adamselv bot die Aussicht für ein paar schöne Fotos und an dem dortigen Rastplatz stand mal wieder eine kleine WC-Hütte. Danach führte uns der Weg weiter durch eine recht karge, wenig bewachsene Landschaft. Irgendwann trafen wir auf ein Schild – P Silfar Canyon. Was ist Silfar Canyon? Hatten wir bisher nicht gehört – machte uns aber neugierig. Sven ging erst ein kleines Stück allein, ich machte einen kleinen Mittagssnack fertig. Anschließend machten wir uns noch einmal gemeinsam auf den kurzen Weg zum Wasser. Silfar Canyon ist eine kleine Schlucht, durch die ein Strom fließt – sehr schön im Wald gelegen, wo man diverse Beeren findet  Sehr schöner Spaziergang, um mal aus dem Auto zu kommen.

 

Am Porsangerfjord gab es für uns dann die nächste Pause – und für mich Füßebaden im eiskalten Wasser. Zwei Finnen waren da mutiger – si schafften es ganz ins Wasser. Aber da bin ich dann doch eine Mimose ;)

 

In Lakselv angekommen gab es ein wenig Versorgung für unser Auto. Die Scheibenwaschanlage bedurfte mal Auffüllung, Öl prüfte Sven bei dieser Gelegenheit auch. Schön, dass wir etwas zum Nachfüllen dabei hatten – ein wenig konnte unser zu Hause auf 4 Rädern gebrauchen nach einer so weiten Strecke. Für uns gab es einen Koffeinschub und eine Zeitung.

 

Ein Stück weiter ging es für uns noch auf der E6. Wie weit wir heute noch fahren wollten stand in den Sternen. Aber irgendwie weiter auf der Porsanger Halbinsel – vielleicht auch auf die Nordkapp-Insel Margerøya. Der Tunnel ist ja inzwischen frei, kostet keine Maut mehr. So wollten wir uns dort noch ein paar Dinge ansehen, die wir 2004 noch nicht gesehen haben, als wir am Nordkapp waren.

 

Havøysund stand auch noch auf unserem Programm – die Tour verschoben wir aber auf morgen, weil es so aussah, als wenn es dort keine Übernachtungsmöglichkeit für uns gibt. Und es war schon recht spät, als wir vor der Entscheidung standen, wohin wir fahren.

 

Also – auf der E69 Richtung Nordkapp. Bis Skipsjord, dort blieben wir auf einem Campingplatz. Windig war es hier – und Moltebeeren gab es auch nicht

 Wir sind ein wenig auf Molte-Entzug … aber der abendliche Spaziergang war schön. Eine Reisegruppe aus Asien, die im angeschlossenen Hotel untergebracht war, muss einen Campingplatz als Attraktion empfunden haben – lustig zu beobachten.

 

Des Sturms wegen entschieden wir, heute mal von Anfang an in der unteren Etage des Autos unser Bett zu bauen. Oben war bequemer, nicht nur wegen dem Umbauen sondern auch wegen der Beschaffenheit der Liegefläche. Aber „zelten“ geht halt nicht immer …

 

Am 13. Tage unserer Reise strahlte die Sonne, der Wind hatte sich gelegt. Beste Voraussetzungen für ein open air Frühstück. Dann packten wir zusammen und starteten mit frisch gewaschenem Auto in einen neuen Tag. Der Campingplatz bot diesen Service kostenfrei für „Bewohner" an – da konnten wir nicht nein sagen. Wir haben noch nie unser Auto zwischendurch gewaschen – aber es lohnte sich definitiv. Ich übernahm die Innenreinigung – irgendwie konnte man sehen, dass wir hier schon 1,5 Wochen gehaust haben. Und – wozu habe ich einen Autostaubsauger besorgt, wenn wir immer nur fegen?

 

Einen kleinen Abstecher nach Gjesvær machen wir noch – auch der lohnt sich, wenn man kleine Fischerdörfer in hübscher Umgebung mag. Ich dachte über eine Vogelsafari zum Gjesværstappen nach ... vertagte sie aber auf das nächste Mal ... bzw. auf die nächste Tour nach Vardø.

 

Ein Spaziergang in Honningsvåg beendete unseren Besuch auf der Nordkapp-Insel. Aber – hier ist einfach zu viel Tourismus, alles ist auf Tourismus ausgelegt und es fehlt die Natürlichkeit. Also ... ich denke, diese Gegend werden wir zukünftig bei unseren Reisen in den hohen Norden auslassen. Unsere Prioritäten liegen definitiv anders. Also verlassen wir diese Touristenhochburg und machen uns auf den Weg nach Havøysund. Wahnsinn – wieder so eine Strecke, die offensichtlich kaum Beachtung findet und so wunderschön ist. Direkt am Wasser entlang, schroffe Felsen auf der anderen Straßenseite – schick. Heute mit fantastischem Licht. Wir haben wirklich Glück – auch wenn es heute ein paar Wolken mehr gibt als die anderen Tage. In Lillefjord unser erster Stopp und ein kleiner „Aufstieg" zu einem Wasserfall. Neugierige Rentiere treffen wir auch – aber deren Respekt vor Menschen ist dann doch größer als die Neugier. Sie laufen davon ...

 

In Havøysund angekommen, folgen wir der Beschilderung „Arctic view". Ich sage nur „Wow" und lasse ansonsten Bilder sprechen. DAS lohnt sich. Anschließend prüfen wir, ob es hier wirklich keine Übernachtungsmöglichkeit für uns gibt – zu gern wären wir hier geblieben. Aber – nichts! Kein Stellplatz für Fahrzeuge ohne Sanitärbereich. Also mussten wir zurück nach Olderfjord – dort war von hier aus gesehen der nächste Campingplatz. Um 20.00 Uhr waren wir dort ... Abendessen ging noch draußen – auch wenn es frisch war. Wir standen direkt am Fjord – sehr schön.

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Unser erster Regentag - am 14. Reisetag. Unfassbar. Wir wurden schon morgens von den Tropfen auf unserem Dach geweckt. Aber – in Anbetracht der Tatsache, dass wir nun schon 2 Wochen on the road sind und kaum Regen hatten, wollen wir mal darüber nicht meckern. Also gab es Frühstück im Auto. Sven moserte über die Reiseleitung, die seine Wetterwünsche nicht erfüllte ;) Er musste zum ersten Mal in langer Hose und mit Socken starten.

 

So machten wir uns auf den Weg „gen Süden" Alta, dann Kautokeino waren unsere Ziele. Aber irgendwie verpassten wir den Abbieger auf die E6 Richtung Alta – das merkten wir aber erst, als wir auf der RV 94 kurz vor Hammerfest waren und getankt hatten. Ich sah plötzlich das Schild mit der 94. So wirklich verstanden wir es nicht – aber es war auch der erste Tag, an dem ich nicht ab und zu auf die Karte geguckt hatten. In Skaidí hätten wir abbiegen müssen – also zurück. Also wir dort ankamen, erklärte sich für uns, warum wir das Schild übersehen hatten – schon dort hatten wir uns mit einer Tankstelle beschäftigt ... OK, nun bogen wir ab und erkannten auch gleich die karge, ein wenig langweilige Landschaft Richtung Alta wieder. Hochebene, wenig bewachsen – Wald gibt es erst in Alta wieder. Ansonsten war dort aber nur Einkaufsstop für uns. Weiter ging es auf der RV93 nach Kautikeino. Das war landschaftlich wesentlich reizvoller – tiefe Schluchten, hohe Berge – schön. Später dann Finnmarksvidda. In Kautokeino passiert im Sommer auch nicht so viel. Die Bevölkerung ist größtenteils samisch und mit ihren Tieren im Norden unterwegs. Aber wir blieben dort auf dem Campingplatz. Der Regen hatte sich fast verzogen – aber wir zogen heute mal die Campingplatzküche vor, um nicht komplett von Mücken gefressen zu werden ... auch das war der erste extreme Tag was Mücken betrifft.

Hier geht es noch einmal kurz nach Finnland

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